Einbruchschutz

Schützen Sie Ihr Zuhause

Es ist ein Albtraum, der bestimmt jedem schon einmal durch den Kopf gegangen ist. Man kommt erholt aus dem Urlaub zurück, freut sich auf die heimischen vier Wände, doch bei Ankunft durchfährt der Schock die Glieder: die Tür ist aufgebrochen, die Schränke durchwühlt, Wertsachen gestohlen. Zwar nimmt die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche ab, jedoch liegt es nicht an sinkenden Einbruchsversuchen, sondern an besseren Sicherheitsvorkehrungen. Laut der Polizei-Initiative „Zuhause sicher“ wird alle 4 Minuten in einen Privathaushalt eingebrochen. Doch trotzdem sind Aussagen wie „Bei mir wird schon nicht eingebrochen, bei mir gibt es ja nichts zu holen!“ an der Tagesordnung. Der potentielle Einbrecher weiß das nicht, er guckt einfach selber nach. Einen hundertprozentigen Schutz vor Einbruch gibt es leider nicht, aber ordentlicher Einbruchschutz zum Beispiel mit einem Einbruchschutztresor kostet dem potentiellen Täter viel Zeit – Zeit die ein Einbrecher meist nicht hat und sich daher abwendet und ein einfacheres Ziel aufsucht.

Türen und Fenster sind die Schwachstellen

Aufwendig geplante Einbrüche sind die Seltenheit. Zwischen 80 und 90 % der Einbrüche sind Gelegenheitstaten. Ein einfacher Schraubenzieher ist meist das Werkzeug der Wahl. Leicht zu verstecken und am Körper zu führen, reicht er aus um die meisten Schwachstellen auszunutzen und in das Gebäude einzusteigen. Schwachstellen sind logischerweise nicht ausreichend gesicherte Türen und Fenster. Ein gekipptes Fenster ist eine Einladung und binnen weniger Sekunden komplett geöffnet. Fenster sollte man beim Verlassen der Wohnung oder des Hauses schließen. Das gilt auch für Fenster oberhalb des Erdgeschosses, denn häufig wird unterschätzt wie kreativ und geschickt Langfinger einen Kletterweg finden. Sichern Sie Leitern, Gartenmöbel und Mülltonnen die als Kletter- und Einstiegshilfe genutzt werden können. Ganze 56 % der Einbrüche in Mehrfamilienhäusern finden über das Fenster statt. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sind ein abschließbarer Fenstergriff und einbruchhemmende Verglasung. Beides sollte man unbedingt für Terassentüren nutzen. Bei Einfamilienhäusern wird diese bei 41% der Fälle als Einstieg genutzt. Knapp gefolgt von der Eingangstür mit 40%. Achten Sie daher darauf, dass die Außentüren einbruchhemmend nach EN 1627 Widerstandklasse 2 klassifiziert sind. Türbänder, Sicherheitsschlösser und Beschläge können nachgerüstet werden und so den Schutz erheblich verstärken. Kellertüren und –Fenster inklusive Souterrain-Fenster sind besonders anfällig, da sie niedrig gelegen sind und oft durch Hecken oder bauliche Gegebenheiten sichtgeschützt sind. Doch dieser Sichtschutz spielt auch Ganoven in die Karten. Daher lieber vorsichtig bleiben und diese Fenster mit Gittern sichern.

Elektronische Helfer und Alarmanlagen

Kleine akustische oder optische Signale reichen oftmals schon aus um einen Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Wer im Schatten der Dunkelheit agieren möchte, den stört ein durch einen Bewegungsmelder ausgelöster Lichtkegel ganz gezielt. Wenn dazu noch eine offen sichtbare Kamera im Außenbereich zum Einsatz kommt, überlegt sich der Langfinger gleich zweimal ob er die Gefahr eingeht erwischt oder erkannt zu werden. Durch Videoüberwachung lässt sich der Bogen zu Smart Home Systemen spannen. Angeschlossen an ein solches System, kann die Kamera jederzeit unterwegs auf dem Handy eingesehen werden. Andere Smart Home Apps geben einen Signalton, sobald ein Bewegungsmelder etwas wahrnimmt. Aber die technischen Möglichkeiten helfen auch schon bei der Prävention. Ferngesteuert können zu jeder beliebigen Zeit die Rollläden auf und ab gefahren werden, Lichter können in gleichmäßigen oder ungleichmäßigen Intervallen angeschaltet werden und durch TV-Licht-Simulatoren wird der Schein eines gemütlichen Fernsehabends erzeugt. Bei Bedarf lässt sich auch via Sensor ausgelöstes Hundebellen hinzuschalten.

Allgemeine Sicherheitshinweise

Natürlich ist das oberste Gebot: Abschließen! Sobald Sie die eigenen vier Wände verlassen, muss abgeschlossen werden. Und selbstverständlich sollte es auch sein, dass man sofort das Schloss wechselt, wenn ein Schlüssel verloren geht. Ein unterschätzter Aspekt im Einbruchsschutz ist eine aufmerksame Nachbarschaft. Durch einfache Hilfestellungen wie beispielsweise eine regelmäßige Leerung des Briefkastens oder Rasenmähen kommt erst gar kein Anschein auf, dass jemand länger nicht im Hause ist. Auch der Anrufbeantworter sollte selbstverständlich nicht mit einem Hinweis auf den Urlaub besprochen werden. Genauso wenig wie Urlaubsfotos oder andere Hinweise auf längere Abwesenheit auf den gängigen Social Media Portalen gepostet werden dürfen. Wussten Sie, dass alle auf frischer Tat ertappten Einbrecher laut Polizei Berlin auf aufmerksame Nachbarn zurück zu führen sind? Wenn etwas auffällig erscheint bitte stets die Polizei alarmieren, und das lieber einmal zu viel als zu wenig. Vor eigenem Eingreifen in solchen Situationen rät die Polizei dringend ab. Es ist schwer einzuschätzen wie ein Einbrecher reagiert der in die Enge getrieben worden ist. Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr! In aller Munde und auch in der Presse präsent sind aktuell die so genannten Gaunerzinken. Dies sind Zeichen an Hauswand, Briefkasten oder Bürgersteig die Hinweise auf Bewohner und potentielle Werte im Haus geben sollen. Sollten Sie solche Zeichen entdecken, entfernen Sie diese unverzüglich und informieren Sie Ihre Nachbarn. Es ist immer ratsam eine Inventarliste der Wertgegenstände zu führen und bestenfalls zusammen mit den zugehörigen Kaufbelegen sicher aufzubewahren. Zum Beispiel bei einem Freund oder Verwandten. So haben Sie im Fall der Fälle gegenüber Ihrer Versicherung ohne viel Arbeit einen guten Nachweis zur Hand.

Die letzte Bastion – der Einbruchschutztresor

Wenn alles vorig Genannte nichts genützt hat und trotzdem ein Einbrecher den Weg ins Innere gefunden hat, gibt es nur noch eine Option: ein Einbruchschutztresor. Man kann noch so kreative Verstecke suchen, Einbrecher sind leider meist geübter Sucher und finden jedes Versteck. Es muss nicht immer gleich ein tonnenschwerer Wertschutzschrank sein, ein kleiner versteckter Möbeltresor oder Wandtresor reicht in den meisten Fällen vollkommen aus. Dieser kann zum Beispiel bequem und leicht zugänglich im Schlafzimmer installiert werden. Bargeld, Schmuck und wichtige Papiere sind ohne großen Aufwand sicher im Einbruchschutztresor verstaut.

Abschließend weisen wir gerne auf die polizeilichen Beratungsstellen hin. Örtliche Polizeibeamte helfen kompetent allen interessierten Bürgern ihren bisherigen Einbruchschutz zu bewerten und geben Tipps und Ratschläge wie er zu verbessern oder gar erst neu aufzubauen ist.

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